Sein Interesse an der Gerontologie wurde von der Altenforscherin und CDU-Familienministerin Ursula Lehr geweckt, die 1986 in Heidelberg das Institut für Gerontologie gründete und ihn als ersten Mitarbeiter einstellte.
In den 1990er Jahren habilitierte sich Kruse mit der Schrift „Kompetenz im Alter in ihren Bezügen zur objektiv und subjektiv bewerteten Lebenssituation“ und wurde nach Greifswald berufen, um an der dortigen Universität das neu gegründete Institut für Psychologie aufzubauen. 1997 folgte er einem Ruf zurück an die Universität Heidelberg als Nachfolger seiner Mentorin Ursula Lehr, die 1998 emeritiert wurde.
In der demografischen Forschung Andreas Kruses geht es um neue Rollen und Aufgaben für ältere Menschen in Europas Gesellschaft. Als schwierigste Aufgabe sieht Kruse die Frage, wie politische Entscheidungsträger zu erreichen sind, um längst notwendige Schritte zur Bewältigung des gesellschaftlichen und persönlichen Alterungsprozesses zu setzen bzw. zu fördern. Kruse ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie.
Kruse ist Mitglied im interdisziplinären Forschungskonsortium zur Untersuchung des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger innerhalb der katholischen Kirche. Er ist evangelisch und sagt: „Ich definiere mich aus dem Glauben.“ Kruse ist Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Andreas Kruse erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
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