Michael Banzhaf

Er tanzte zahlreiche Titelpartien des klassischen und zeitgenössischen Repertoires der drei Berliner Opernhäuser und Choreographen kreierten Ballette für ihn. In der Wiederaufnahme von Bejarts legendärem Meisterwerk «Ring um den Ring» des Staatsballett Berlins, besetze ihn Maurice Bejart 2004 mit dem Siegfried.
Ferner tanzte er die Titelpartie in Uwe Scholz’s «Feuervogel», Boris Eifman’s «Tschaikowsky» und Mauro Bigonzetts «Caravaggio». Choreographen wie George Balanchine, John Cranko, Willem Forsythe, Peter Schafuss und Gerome Robbins sind ebenso in seinem Repertoire zu finden wie Patrice Bart, Christian Spuck, Nacho Duato, Giorgio Madia, Itzik Galili und Angelin Preljocaj. Besonders seine dramatischen Rollen in Handlungsballetten führten dazu, dass ihn die Berliner Theatergemeinde 2007 mit dem Daphne-Preis für seine herausragenden darstellerischen Leistungen auszeichnete.
Er war Gast an internationalen Opernhäusern, unter anderem nahm er 2007, gemeinsam mit Polina Semionova, an John Neumeiers «Nijinsky- Gala» in Hamburg teil. Gastspiele führten ihn nach Russland, Japan, China, Frankreich, Griechenland, Italien, in die Schweiz und nach Mexico. Er nahm an Fernsehaufzeichnungen und DVD-Produktionen teil.
Seine Partnerinnen auf der Bühne waren unter anderen Nadja Saidakova, Shoko Nakamura, Polina Semionova, Beatrice Knop, Diana Vishneva, Iana Salenko und Elisa Carillo Cabrera. 2017 wurde ihm vom Berliner Senat für seine künstlerischen Errungenschaften der Ehrentitel «Berliner Kammertänzer» verliehen.
Am 1. März 2017 verabschiedete sich Michael Banzhaf nach 19 Jahren mit einer Abschiedsvorstellung an der Komischen Oper Berlin von seinem Berliner Publikum.
Seit Herbst 2018 ist Michael Banzhaf der Assistent des Intendanten und Chefregisseurs der Komischen Oper, Barrie Kosky.